Markdown - Eine Übersicht

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Als vereinfachte Auszeichnungssprache dient Markdown dazu, für den jeweiligen Ersteller leicht zu lesen und leicht zu schreiben zu sein. Während HTML eine längere Einarbeitung in Tags und Formatierungsbefehle erfordert, können in Markdown Texte mit nur wenigen Mitteln umgesetzt werden. Der Katalog der Möglichkeiten, die Markdown bietet, ist zwar beschränkt, allerdings lässt sich für komplexere Sachverhalte und Darstellung auf einfache Weise HMTL direkt in den geschriebenen Markdown-Text integrieren.

Um Markdown so einfach wie möglich zu halten, wird nicht nur ein geringerer Befehlsapparat genutzt. Auch die genutzten Formalia sollen in ihrer Gestalt dem Endergebnis so ähnlich wie möglich sein. So sind kursive Elemente als Hervorhebung auch innerhalb der Markdown-Syntax einfach zu erkennen und übersichtliche Darstellungen wie Listen und Tabellen sehen so aus, wie Listen und Tabellen aussehen sollten.

Bei der Arbeitsgruppe Studium für Blinde und Sehbehinderte nutzen wir das Markdown-Format, um auf einfache Weise Literatur in barrierefreie HTML-Dokumente umzusetzen. Durch den steten Wachstum der Nachfrage an solchen Dokumenten, müssen auf der einen Seite mehr studentische Hilfskräfte aus unterschiedlichsten Studienbereichen auch ohne tiefere Kenntnisse von Auszeichnungssprachen angestellt und auf der anderen Seite der Umsetzungsprozess optimiert werden. Die einfache Syntax von Markdown unterstützt bei der AGSBS diese Ziele. Eine spätere Konvertierung ins HTML-Format wird durch Matuc gewährleistet.

In dieser Übersicht stellen wir die verschiedenen Elemente von Markdown genauer vor und präsentieren Anwendungsbeispiele, wie sie bei der Übertragung von Dokumenten innerhalb der AGSBS vorkommen können. An einigen Stellen werden Quellcode-Beispiele genutzt, die anschließend von einer visuellen Darstellung des jeweiligen Codes in HTML begleitet werden. Diese sollen eine Vorstellung davon schaffen, wie der geschriebene Markdown-Text eines zu übertragenden Dokumentes in seinem Endprodukt aussehen kann.

Auszeichnung von Text und anderen Elementen eines Dokuments

Überschriften

Markdown unterstützt die Formatierung von insgesamt sechs verschiedenen Überschriften-Ebenen. Dabei beginnt jedes Kapitel aus der AGSBS-Struktur erneut bei der Überschrift erster Ebene, um beim späteren Konvertierungsprozess ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis erzeugen zu können.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um Überschriften in Markdown zu erzeugen. Die Unterschiede betreffen allerdings nur die Überschriften der ersten und zweiten Ebene:

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
Überschrift 1. Ebene (H1)
=========================

Überschrift 2. Ebene (H2)
-------------------------


# Überschrift 1. Ebene (H1)

## Überschrift 2. Ebene (H2)
Darstellung-Überschrift1-und-2.jpg

Alle anderen Ebenen werden durch die Anzahl der vorhandenen Rauten bestimmt:

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
### Überschrift 3. Ebene

#### Überschrift 4. Ebene

##### Überschrift 5. Ebene

###### Überschrift 6. Ebene
Darstellung-Überschrift3-bis-6.jpg

Darstellung von Text

Blanker Text und Umbrüche

Wenn regulärer Text im Markdown-Format umgesetzt werden soll, reicht es, diesen als solchen in einer eigenen Zeile bzw. in einem eigenen Absatz zu schreiben. Jeder zusammenhängende Text, der geschrieben wird, wird als ein einzelner Absatz bei Markdown betrachtet.

Will man mehrere Absätze darstellen, muss zwischen die Textblöcke eine Leerzeile geschoben werden. Direkt an einen Text folgende Elemente werden als Fortsetzung des vorherigen Textblocks erkannt und dementsprechend ohne Umbruch dargestellt.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
Dieser Text wäre, wenn er länger wäre als diese wenigen Worte, ein ganzer Absatz.
Dieser Satz wird noch immer als der Absatz zuvor betrachtet und nahtlos ohne Zeilenumbruch angefügt.

Der neue Absatz beginnt nun nach der Leerzeile, die zwischen den getexteten Zeilen steht.
Darstellung Absätze.jpg

Die Absätze durch Leerzeilen zu trennen ist allerdings bei der AGSBS vor allem aufgrund der damit einhergehenden Übersichtlichkeit zu bevorzugen. Es können allerdings auch Zeilenumbrüche notwendig sein, beispielsweise bei Textblöcken oder innerhalb von Tabellen. Diese werden entweder durch zwei Leerzeichen oder durch ein \ am Ende der Zeile, hinter der sich die Zeile umbrechen soll.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
Hinter dieser Zeile wird\
ein Umbruch stattfinden.
Darstellung Textumbruch.jpg

Textformatierung

Um bestimmte Elemente eines Textes hervorzuheben, werden für Sehende oftmals visuelle Formatierungen gewählt. Wenn ein Autor sich für eine solche Hervorhebung entscheidet, denkt er sich etwas hinter dieser zusätzlichen Information. Blinde und sehgeschädigte Leser würde eine solche Information unter Umständen vorenthalten werden, wenn man bei der Bearbeitung Textformatierungen weglassen würde. Ein Nachteil entsteht.

Fett- und Kursivdarstellung

Die geläufigsten Formatierungen sind der Fett- und Kursivdruck. Diese werden durch Asteriske * und Unterstriche _ erzeugt, die Wahl des jeweiligen Mittels ist dabei großteils dem Verfasser des Markdown-Textes überlassen. Über das Atom-Plugin wird die Formatierung mit Asterisk-Symbolen verwendet. Die Worte, die man fett und kursiv hervorheben möchte, müssen zwischen diese Zeichen gestellt werden. Bei kursiver Formatierung findet sich jeweils ein Stern oder Unterstrich vorne und das jeweilige Pendant einmal hinten. Bei fetter Formatierung sind es jeweils zwei Zeichen, wie beim folgenden Beispiel. Soll kursiv und fett dargestellt werden, schreibt man jeweils dreimal das gewählte Zeichen.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
*Kursiv mit Stern* und _Kursiv mit Unterstrich_

**Fett mit Stern** und __Fett mit Unterstrich__
Darstellung Fett-Kursiv.jpg

Bei der Darstellung von Fettmarkierung und Kursivierung kann es allerdings unter Umständen zu Problemen kommen. So verzeiht Markdown zwar einen Zeilenumbruch innerhalb der Formatierung, bei einer Leerzeile (also über mehrere Absätze hinausgehende Formatierung) erlaubt Markdown die Formatierung nicht und zeigt lediglich die Sterne und Unterstriche an.

Auch Leerzeichen können Fehler werfen. So muss das erste Wort einer gewünschten Formatierung direkt am Formatierungszeichen dran stehen, sonst erkennt Markdown die Formatierung nicht. Vor dem Schließen der Formatierung dürfen allerdings Leerzeichen stehen.

Einen Sonderfall stellen auch Formatierungen von Silben dar. Einzelne Silben können nur mit Sternen formatiert werden, Unterstriche funktionieren innerhalb eines Wortes nicht, wie das folgende Beispiel zeigt:

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
Silben*trennung mit Stern* und Silben_trennung_ mit Unter_strich_
Darstellung Formatierung-bei-Silbentrennung.jpg

Das Unterstreichen von Textpassagen ist nach gegenwärtigem Stand mit der Markdown-Syntax der AGSBS nicht möglich. Eine solche Syntax ist innerhalb von Markdown nicht definiert worden.

Weitere Textformatierungen

Markdown unterstützt auch andere Formen, Text gesondert hervorzuheben. Diese haben allerdings den Nachteil, dass nicht jeder Screenreader solche Elemente erkennen und wiedergeben kann. Daher werden die folgenden Elemente bei der AGSBS entweder gar nicht genutzt oder auf anderem Wege erstellt.

So werden beispielsweise durchgestrichene Texte durch sogenannte Tilden in Markdown erzeugt. Genau wie bei Fettmarkierung werden an den Anfang des jeweiligen Textabschnitts sowie am Ende jeweils zweimal das Zeichen ~ gesetzt, um Text durchzustreichen. Diese Formatierung ist allerdings selten und taucht in den von der AGSBS bearbeiteten Dokumenten selten bis gar nicht auf.

Häufiger sind hingegen hoch- bzw. untergestellte Buchstaben oder ganze Wörter. Sehr oft werden diese bei Fußnoten genutzt, die allerdings ihre eigene Formatierung besitzen. Wo diese Formatierung nicht zutrifft, nutzt Markdown das Sonderzeichen ^ für hochgestellte Begriffe und die Tilde für untergestellte Begriffe, wie das folgende Beispiel zeigt:

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
Hochgestellter^Text^ und Untergestellter~Text~
Darstellung Text-hoch-niedrig.jpg

Es sind auch Kombinationen aus den unterschiedlichen Formatierungen möglich, wie beispielsweise fettmarkierter, durchgestrichener Text oder einzelne kursive Worte in fettmarkiertem Text.

Listen

Listen sind eine praktische Möglichkeit, um Fakten präzise und übersichtlich darzustellen, wobei ihnen gegebenenfalls eine festgelegte Reihenfolge zugewiesen werden kann. Markdown erweist sich hier für den Autoren als sehr praktisch, weil Listen innerhalb der Markdown-Syntax ebenfalls wie Listen aussehen.

Eine Liste kann in Markdown allerdings nur als Liste erkannt werden, wenn sich vor dem ersten Listenpunkt eine Leerzeile befinden. Auch die Zeile nach der Liste sollte leer bleiben, weil sonst der Inhalt der Zeile in den letzten Punkt der Liste übernommen wird.

Unsortierte Listen

Unsortierte Listen zählen einzelne Argumente oder Daten in einer simplen, klaren Struktur der Reihe nach auf. Dabei ist der Inhalt der Einträge in erster Linie irrelevant, da der Zweck einer unsortierten Liste in der visuell geordneten Darstellung verschiedener, voneinander getrennter Inhalte besteht.

Listen werden durch den Einsatz eines Bindestrichs (oder Minus), eines Plus oder eines Sternchen-Symbols (Asterisk) erzeugt. Damit allerdings die Erzeugung der Liste gewährleistet ist, muss die jeweilige Zeile mit dem Listensymbol beginnen. Zwischen dem Listensymbol und vor dem dargestellten Text muss sich hingegen ein Leerzeichen befinden.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
Listenzeichen

- Liste mit Strich
+ Liste mit Plus
* Liste mit Asterisk

Fehlerhafte Listeneinträge

- Liste korrekt dargestellt
-Liste wegen fehlendem Leerzeichen falsch
Darstellung Liste-unsortiert.jpg


Sollte der Fall auftreten, dass zwei Listen direkt aufeinander folgen sollen, muss der Trenner <!-- --> dazwischen gesetzt werden. Diese Kommentarzeile sorgt dafür, dass Pandoc zwei Listen voneinander unterscheiden kann. Der Kommentar wird dabei nicht übertragen. Ohne einen solchen Trenner (es darf natürlich auch Text oder eine andere Formatierung dazwischen geschoben werden) erkennt Pandoc die beiden gewünschten Listen als eine lose Liste, während die oben genannte Methode eine kompakte Liste erzeugt.

Listeneinträge lassen sich unterschiedliche gestalten. Innerhalb eines Eintrags lassen sich diverse Textformatierungen sowie eine Reihe anderer Formatierungen einfügen. Dazu zählt auch der Zeilenumbruch mit \, allerdings werden bei der AGSBS statt Zeilenumbrüche der Übersicht halber komplett neue Absätze bevorzugt. Auch diese lassen sich problemlos per Markdown erstellen. Dazu wird nach dem ersten Absatz eines Listeneintrags eine Leerzeile gelassen und der anschließend neue Absatz durch vier Leerzeichen am Beginn eingeleitet. Diese Methode hat allerdings zur Folge, das eine lose Liste erzeugt wird und eine kompakte nicht mehr möglich ist.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
- Erster Eintrag zur Darstellung der "losen" Liste
- Dies ist eine normale Liste.

    Dieser Text ist ebenfalls Inhalt der Liste.
Darstellung Liste-unsortiert-mit-Absatz.jpg

Auch Unterlisten lassen sich sehr einfach mit Markdown erstellen und profitieren davon, dass Markdown optisch eine Vorstellung davon liefert, wie die endgültige Liste aussehen wird. Die nächste Ebene in der Listenhierarchie wird dabei entweder durch zwei Leerzeichen vor dem Eintrag oder einen mit der Tabulator-Taste erzeugten Abstand (alternativ auch vier Leerzeichen oder zweimal Tabulator-Taste) erzeugt. Es können auf diese Weise eine sehr große Anzahl an Unterebenen erzeugt werden, die sich in der Hierarchie immer weiter nach rechts bewegen. Das Listensymbol allerdings variiert nur in den ersten drei Ebenen (Schwarzer Punkt, dann weißer Punkt, anschließend schwarzes Viereck). Alle weiteren Ebenen folgen dem Muster der dritten Ebene.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
- Listenbeispiel Ebenenanzahl
- Lorem ipsum
    - Beispiel
    - Beispiel II
        - Bis zur Unendlichkeit...
            - Und noch viel weiter!
                - Oder?
                    - Einfach mal ausprobieren...
                        - Noch ein Schritt...
                            - Und noch ein Schritt...
                                - Ebene weiter.
                                    - Jetzt aber mal aufhören, das sprengt sonst irgendwann den Rahmen.
Darstellung Liste-unsortiert-Ebenen.jpg

Anders als im Quellcode-Beispiel können allerdings innerhalb einer Liste Schritte in der Hierarchie zurück gemacht werden. Während man hier die Wahl zwischen allen bisher erzeugten Ebenen besitzt, also durchaus von der sechsten in die zweite Ebene zurückspringen kann, lässt sich bei aufsteigender Hierarchie nur jeweils eine Ebene voranschreiten. Eine auf diese Weise fehlerhaft erstellte Listenebene würde als blanker Text im letzten bis dahin korrekt formatierten Listeneintrag geschoben werden.

Sortierte oder nummerierte Listen

Häufig werden Listen verwendet, um der jeweiligen Aufzählung eine feste Reihenfolge zu geben. Dabei werden dann entweder mit Zahlen oder Buchstaben nummerierte Listeneinträge verwendet. Solche Listen können in Markdown mit mehreren Möglichkeiten erstellt werden.

Die einfachste Methode besteht darin, die Listenpunkte auf die Weise zu schreiben, wie sie auch verwendet werden sollen, also aufsteigend von 1 bzw. A ausgehend. Diese werden wahlweise mithilfe eines Punktes oder einer schließenden, runden Klammer sowie eingerahmt von runden Klammern erzeugt. Bei Buchstaben ist zudem die Größe nur innerhalb einer einzelnen Liste relevant, verwendet werden können Groß- und Kleinbuchstaben. Eine Kombination dieser Typen ist nicht möglich, da bei der Konvertierung bei jedem neuen Marker eine neue Liste erzeugt wird.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
1. Listenbeispiel Zahlen
2. Zweiter Eintrag

a. Listenbeispiel Buchstaben
b. Zweiter Eintrag

(1) Listenbeispiel Zahl in Klammern
(2) Zweiter Eintrag

A) Liste mit nur einer Klammer und großen Buchstaben
B) Zweiter Eintrag
Darstellung nummerierte-Liste.jpg

Nummerierte Listen können allerdings unter Umständen für Verwirrung sorgen. Es gibt seltene Fälle, in denen der Ersteller eines Dokumentes die Reihenfolge nicht ganz so ernst nehmen und Zahlen sowie Buchstaben variabel eingesetzt werden. Nummerierte Listen in Markdown allerdings folgen einer vordefinierten Struktur, welche durch den allerersten Listeneintrag bestimmt wird. Wenn man nun die Reihenfolge in Markdown durcheinander bringt, wird in der Konvertierung später die Liste “überschrieben”.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
1. Diese Liste beginnt mit der 1...
4. ...darum ist ihm die 4 hier...
2. ...und die 2 hier egal.

c. Diese Liste startet mit c, statt a...
e. ...und das bleibt auch aus, statt e steht hier d...
a. ...und hier steht zwar ein a, aber es entsteht ein Eintrag e.
Darstellung nummerierte-Liste reihenfolge.jpg

Nummerierte Listen mit Ziffern als Marker können allerdings auch auf andere Weise erzeugt werden. So sind die Sonderzeichen # und @ in der Lage, eine solche Liste beginnend mit Eins zu erzeugen. Dabei ist die Darstellung mit Punkt oder Klammern variabel wählbar. Das Zeichen @ hat zudem die Funktion, dass mit ihm eine Referenz erzeugt werden kann (z.B. @beispiel), wodurch an anderer Stelle im Text die Ziffer dieses Listeneintrags eingefügt werden kann. Allerdings zählt @ seine Liste von Beginn des Dokuments an, d.h. es sind innerhalb einer Markdown-Datei nicht mehrere Listen mit @ möglich.

Zusätzlich können auch römische Ziffern erzeugt werden, um eine nummerierte Liste auszugeben. Dabei werden einfach mit i, v oder x die jeweiligen Kombinationen der römischen Zahlen verwendet. Großbuchstaben sind allerdings an dieser Stelle nicht möglich.

Kombinierte Listen

Eine Kombination beider Arten, ob sortiert oder unsortiert, mit Buchstaben, Ziffern oder anderen Zeichen als Bulletpoints der Liste, ist ebenfalls der Syntax von Listen folgend zu erzeugen. Das Sonderzeichen # sollte allerdings eine eigene Ebene besitzen, weil diese Einträge mit bezifferten Einträgen verschwimmen können.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
1. Zahlen-Liste 1
2. Zahlen-Liste 2
    - ein unsortierter Unterpunkt
3. Zahlen-Liste 3 geht weiter
4. Zahlen-Liste 4
    a) Buchstaben-Liste a
    b) Buchstaben-Liste b
        - unsortierte liste
            i. römische Ziffer I
            ii. römische ziffer II
    c) Buchstaben-Liste c
        #. Sonderzeichen 1
        #. Sonderzeichen 2
5. Zahlen-Liste 5
Darstellung kombinierte-Liste.jpg

Tabellen

Wo Listen versagen, weil ihnen bei einer zu großen Anzahl an Daten die Übersichtlichkeit schwindet, werden oftmals stattdessen Tabellen verwendet. Tabellen sind eine Anordnung von Daten und Texten, innerhalb eines gleichmäßigen Rasters mit semantischen Zusammenhängen innerhalb einer Zeile oder Spalte. Sobald Information demnach in Relation zueinander stehen sollen, sei es wegen eines Vergleichs oder einer verschachtelten Aufzählung.

Markdown unterstützt vier verschiedene Formen von Tabellen, die via Pandoc ins HTML-Format übertragen werden können. Anders als bei Listen, wo sich lediglich der Marker zu Beginn einer Zeile verändert, haben die vier Tabellenarten große Unterschiede in der visuellen Darstellung innerhalb der Markdown-Syntax.

Darstellung von Simple Tables

Bei Einfachen Tabellen (simple tables) werden die Zellen durch die Position der jeweiligen Inhalte innerhalb der Tabellen bestimmt. Durch eine bzw. mehrere Reihen von Bindestrichen wird dabei entweder die Position der Kopfzeile oder die horizontalen Grenzen der Tabelle bestimmt - je nachdem, ob eine Kopfzeile notwendig ist oder nicht.

Die Textausrichtung bei Tabellen mit Kopfzeilen ist dabei abhängig von der Position des Inhalts ihrer Zellen in Bezug auf die Bindestrich-Trennung. Beginnt der Inhalt am linken Rand einer Bindestrich-Spalte, werden alle darunter liegenden Inhalte linksbündig angezeigt, endet der Inhalt am rechten Rand rechtsbündig. Eine Zentrisierung entsteht, wenn auch der Inhalt der Kopfzeile mittig gesetzt wird. Bei allen Ausrichtungen ist der Inhalt der folgenden Zeilen irrelevant, solange er sich innerhalb der Grenzen der jeweiligen Bindestrich-Spalte befindet.

Bei einfachen Tabellen ohne Kopfzeile kann die Textausrichtung der Zellen nicht visualisiert werden. Die Länge der jeweiligen Bindestrich-Spalten an der Oberseite der Tabelle können dabei von der Länge des späteren Zelleninhalts abweichen, selbst einzelne Bindestriche können die Tabelle korrekt formatieren. Bedingung ist dabei ledliglich, dass jeder Zelleninhalt sich unterhalb seines eigenen Bindestrichs befindet. Es können allerdings auch mehrere Bindestriche verwendet werden, wie bei den Tabellen mit Kopfzeile.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
###Tabelle mit Kopfzeile

Spalte links              Spalte rechts    Spalte mittig
-----------------   ------------------- -------------------
Zeile 1             Zeile 1             Zeile 1
Zeile 2             Zeile 2             Zeile 2
Zeile 3             Zeile 3             Zeile 3

###Tabelle ohne Kopfzeile

-       -         -  
Zeile 1 Zeile 1   Zeile 1
Zeile 2 Zeile 2   Zeile 2
Zeile 3 Zeile 3   Zeile 3
-       -         -
Darstellung simple-tables.jpg

Textformatierung sind nahezu alle möglich, die Markdown anbietet, auch Formeln oder Quellcode lässt sich in simple tables einfügen. Lediglich größere Formatierungen wie Listen, mehrzeilige Quellcodes oder sogar Tabellen lassen sich hier nicht nutzen. Auch manuelle Zeilenumbrüche werden in einfachen Tabellen nicht unterstützt.

Einfache Tabellen werden vor allem dann verwendet, wenn kleinere Zellinhalte (z.B. Zahlen einer Statistik) miteinander verglichen werden sollen. Mehrzeilige Inhalte können mit ihnen nicht erzeugt werden, da jede Zeile geschriebener Code für eine Zeile in der Tabelle steht. Auch manuelle Zeilenumbrüche werden nicht in der Markdownsyntax unterstützt, sondern müssten gegebenenfalls per HTML eingefügt werden. Die in HTML ausgegebenen Tabellen passen sich in der Breite automatisch dem Inhalt ihrer Zellen an und sind lediglich von der Größe des Browsers begrenzt.

Die Größe der Tabelle passt sich der Größe des Browsers an, d.h. größere Zellinhalte werden automatisch umgebrochen. Allerdings entstehen beim Schreiben von Tabellen dieser Art mit großen Inhalten entsprechende Übersichtsprobleme. Entweder die Zeile “verschwindet” außerhalb des Sichtfensters vom Editor oder die Zeile wird automatich vom Editor umgebrochen und die Tabelle verändert in Markdown ihr Aussehen. Dieses Problem wird mit multiline tables umgangen.

Darstellung von Multiline Tables

Mehrzeilige Tabellen (multiline tables) stellen eine erweiterte Form der einfachen Tabellen dar und dienen dem Verfasser des Markdown-Dokuments als optische Unterstützung bei großen Zellinhalten. Sie sind allerdings schwieriger zu verfassen, weil man für seine eigene Ansicht individuelle Zeilenumbrüche setzen muss.

Eine mehrzeilige Tabelle mit Kopfzeile wird in erster Linie durch die beiden horizontalen Rahmenseiten definiert, die der Texter in Markdown setzen muss. Dies geschieht durch jeweils mindestens zwei Bindestriche, weil ein einzelner Strich an der Oberseite bei der Konvertierung als Liste interpretiert und die Tabelle fehlerhaft angezeigt wird. Es bietet sich allerdings an, die gesamte Rahmenbreite zu markieren, da mehrzeilige Tabellen der Übersicht beim Verfasser dienen sollen.

Die Kopfzeilen folgen der Darstellung einfacher Tabellen in Sachen Ausrichtung und Bindestrich-Trenner unterhalb der Kopfzeile. Anschließend können die Inhalte der weiteren Zellen geschrieben werden, wobei erneut mutmaßlich ein Tabellenraster beim Schreiben visualisiert wird. Man kann nun Inhalte, die eine einfache Tabelle sprengen würden, variabel umbrechen und in die nächste Zeile des Editors schreiben. Die einzelnen Zeilen der Tabelle werden durch Leerzeilen voneinander getrennt.

Anders als bei simple tables können die Zellen in multiline tables mit \ auch “echt” umgebrochen werden, die Größe der Tabelle wird davon allerdings nicht beeinflusst, weil mehrzeilige Tabellen in HTML einen festen Prozentsatz des Browsers einnehmen und sich variabel an diesen Größenwert anpassen.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
###Multiline mit Kopfzeile

--------------------------------------------------------
Spalte links       Spalte rechts   Spalte mittig
---------------- ---------------- ----------------------
In dieser Zelle\   Hier nicht!     In dieser Zelle wird 
werden zwei\                       kein Umbruch gewagt, 
Umbrüche gewagt.                   aber mehr Text 
                                   geschrieben.      

Zeile 2          Zeile 2          Zeile 2

Hier wird eine\    Hier  nicht!    Hier auch nicht!
Zeile gebrochen.
--------------------------------------------------------

###Multiline ohne Kopfzeile

---------------- ---------------- ----------------------
In dieser Zelle\   Hier nicht!     In dieser Zelle wird 
werden zwei\                       kein Umbruch gewagt, 
Umbrüche gewagt.                   aber mehr Text 
                                   geschrieben. 
                                   
Zeile 2          Zeile 2          Zeile 2

Hier wird eine\    Hier  nicht!    Hier auch nicht!
Zeile gebrochen.
---------------- ---------------- ----------------------
Darstellung multiline-Tables.jpg

Textformatierung sind nahezu alle möglich, die Markdown anbietet, auch Formeln oder Quellcode lässt sich in multiline tables einfügen. Lediglich größere Formatierungen wie Listen, mehrzeilige Quellcodes oder sogar Tabellen lassen sich hier nicht nutzen.

Darstellung von Pipe Tables

Ebenso große Ähnlichkeit mit einfachen Tabellen haben sogenannte pipe tables. Auch diese Tabellen sind sehr leicht zu erstellen, da ihre Grundform optisch einer Tabelle sehr nah kommt. Anders als bei einfachen Tabellen ist hier aber die Lage des Textes innerhalb einer Zelle irrelevant, die Textausrichtung wird stattdessen durch Doppelpunkte (:) in der Kopfzeilentrennung hervorgerufen.

Der Aufbau einer pipe table wird durch eine Kombination aus vertikalen Strichen |, Bindestrichen und gegebenenfalls Doppelpunkten sowie selbstverständlich den anzuzeigenden Daten erzeugt. Der Verfasser einer solchen Tabelle hat in Markdown dabei die Wahl zwischen einer optisch an einer realen Tabelle orientierten Ansicht oder einer Kompakten-Ansicht, bei der Elemente weggelassen werden können.

Die Kopfzeile kann hingegen nicht weggelassen werden. Markdown bzw. das für die Konvertierung verantwortliche Programm, braucht den Trenner zwischen Kopfzeile und den restlichen Zeilen, um die Tabelle zu erkennen. Würde man diese einfach weglassen, zeigt HTML die Zellen als einzelnen Fließtext einer Zeile an. Um Kopfzeilen in pipe tables loszuwerden, lässt man die Zellen, die mit den Spaltenüberschriften gefüllt werden sollen, leer.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
##Normale Darstellung mit Textausrichtung

| Spalte rechts | Spalte links | Nochmal rechts | Spalte mittig |
|--------------:|:-------------|----------------|:-------------:|
|Zeile 1        |Zeile 1       |Zeile 1         |Zeile 1        |
|Zeile 2        |Zeile 2       |Zeile 2         |Zeile 2        |
|Zeile 3        |Zeile 3       |Zeile 3         |Zeile 3        |

##Kompakte Darstellung

Spalte 1|Spalte 2|Spalte 3
-|-:|:-:
Zeile 1|Zeile 1|Zeile 1 mit mehr Inhalt
Zeile 2 mit mehr Inhalt|Zeile 2|Zeile 2
Zeile 3|Zeile 3 mit mehr Inhalt|Zeile 3

##Kompakte Darstellung ohne Kopfzeile

|
-|-
Tabelle|ohne
Kopf|zeile
Darstellung pipe-tables.jpg

Pipe tables sind allerdings gerade wegen ihrer eingeschränkten Übersichtlichkeit nicht zu empfehlen. Es können zwar die üblichen Textformatierungen, einfache Quellcodes und Formeln genutzt werden, allerdings ist mehrzeiliges Arbeiten nicht möglich. Auch manuelle Zeilenumbrüche sind wie bei einfachen Tabellen nicht möglich.

Darstellung von Grid Tables

Die bisher genannten Tabellenarten waren zwar meist optisch angehalten, die spätere HTML-Tabelle darzustellen, waren aber auch simpel genug gehalten, um direkt in den Editor geschrieben werden. Gittertabellen (grid tables) sind dabei weitaus komplexer.

Ähnlich wie bei einer ASCII-Grafik werden Gittertabellen komplett nachgezeichnet. Dafür werden sowohl die bereits bekannten Binde- und vertikalen Striche sowie Doppelpunkte verwendet, als auch zusätzliche Symbole wie das Plus-Zeichen + oder Gleichheitszeichen =. Das Plus markiert dabei jeweils den Knotenpunkt der Gitternetzlinien, die durch überwiegend Bindestriche visualisiert werden. Das Gleichheitszeichen markiert die Abtrennung zwischen Kopfzeile und den weiteren Zeilen der Tabelle.

Da die Tabelle “nachgezeichnet” wird, ist es notwendig die erforderlichen Leerzeichen zu setzen, damit eine Zelle an die vertikal und horizontal banachbarten Zellen angeglichen wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Gesamtinhalt die Größe der Tabelle bestimmt. Es ist daher ratsam - ähnlich wie bei multiline tables - gegebenenfalls mehrere Zeilen zu nutzen. Automatische Zeilenumbrüche werden nicht erzeugt, die muss man manuell mit \ setzen. Anders als bei allen anderen Tabellenarten sind zudem in Gittertabellen komplexere Inhalte möglich wie beispielsweise Listen oder sogar Tabellen. Es ist allerdings nicht ratsam eine Tabelle innerhalb einer Tabelle zu erstellen. Diese wird zwar in HTML korrekt angezeigt, kann aber Chaos für den Studenten bei der Navigation mit einem Screenreader hervorrufen.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
##Normale Gittertabelle mit Kopfzeile

+-------------------------------------+-------------------------------------+-------------------------------------+
|Spalte links                         |Spalte rechts                        |Spalte mittig                        | 
+:====================================+====================================:+:===================================:+
|Normaler Inhalt                      |Normaler Inhalt                      |Ein Text, der sich                   | 
|                                     |                                     |sich über mehrere Zeilen erstreckt   | 
+-------------------------------------+-------------------------------------+-------------------------------------+
|Normaler Inhalt                      |Ein Text, der sich\                  |Normaler Inhalt                      | 
|                                     |sich umbricht                        |                                     | 
+-------------------------------------+-------------------------------------+-------------------------------------+
|Normaler Inhalt                      |Normaler Inhalt                      |Normaler Inhalt                      | 
+-------------------------------------+-------------------------------------+-------------------------------------+

##Kompaktere Gittertabelle ohne Kopfzeile

+:--------------+------------------:+:--------------------------------:+
|Normaler Inhalt|Normaler Inhalt    |Ein Text, der sich                | 
|               |                   |sich über mehrere Zeilen erstreckt| 
+---------------+-------------------+----------------------------------+
|Normaler Inhalt|Ein Text, der sich\|Normaler Inhalt                   | 
|               |sich umbricht      |                                  | 
+---------------+-------------------+----------------------------------+
|Normaler Inhalt|Normaler Inhalt    |Normaler Inhalt                   | 
+---------------+-------------------+----------------------------------+

##Gittertabelle mit speziellen Inhalten


+---------------------+---------------------------------+------------------------+----------------------------+
|Formel               |Mehrzeiliger Quellcode           |Liste                   |Tabelle                     | 
+=====================+=================================+========================+============================+
|$\Sigma a \cdot b$   |```                              |- Listenpunkt 1         |-       -         -         | 
|                     |Dies hier soll                   |- Listenpunkt 2         |Zeile 1 Zeile 1   Zeile 1   | 
|                     |als Quelltext angezeigt werden   |    - Ebene drunter     |Zeile 2 Zeile 2   Zeile 2   | 
|                     |```                              |    - Beispieleintrag   |Zeile 3 Zeile 3   Zeile 3   | 
|                     |                                 |- Listenpunkt 3         |-       -         -         | 
+---------------------+---------------------------------+------------------------+----------------------------+
Darstellung grid-tables.jpg

Die Arbeitsgruppe Studium für Blinde und Sehbehinderte nutzt überwiegend Gittertabellen, weil sich mit Ihnen ein Großteil aller in Fachliteratur genutzten Tabellenformen darstellen lassen. Zur Vereinfachung nutzen die Ersteller von barrierefreier Literatur daher den Editor Atom und das dafür entwickelte AGSBS-Plugin, welches unter anderem die Erstellung von Tabellen vereinfacht. Grid tables sind hier die Voreinstellung. Man sollte allerdings bedenken, dass die grid tables, die durch das Atom Plugin erzeugt werden, keine Ausrichtung besitzen, d.h. diese müssten später hinzugefügt werden.

Tabellenüberschriften

Markdown erlaubt es bei der Erstellung einer Tabelle, dieser auch eine Überschrift zuzuweisen. Dabei wird nach der Tabelle ein Marker gesetzt, der von der geplanten Tabellenüberschrift gefolgt wird. Dieser besteht entweder nur aus einem Doppelpunkt oder dem zusammenhängenden Table:, gefolgt von der geplanten Überschrift.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
+-------------------+-------------------+
|Kopfzelle 1        |Kopfzelle 2        | 
+===================+===================+
|Zeile 1, Zelle 1   |Zeile 1, Zelle 2   | 
+-------------------+-------------------+

: **Tabelle 1**: Beispielhafte Tabellenüberschrift
Darstellung Tabellenüberschriften.jpg

Bilder

Bilder und Grafiken jeglicher Art, egal ob Fotografie, Zeichnung oder Diagramm, die sich nicht per Markdown wiedergeben lassen, sind ein essenzieller Bestandteil bei der Übertragung von Dokumenten in ein barrierefreies Format. Es ist logisch, denn Blinde und Sehgeschädigte können visuelle Elemente gar nicht oder nur sehr schlecht sehen. Und weil viele Autoren oder Dozenten sehr viele Informationen über Bilder ausdrücken, würde dem sehgeschädigten Leser ein Teil "vorenthalten" werden. Darum stehen neben der technischen Grundlage in der AGSBS vor allem Bildbeschreibungen im Fokus der Übertragung.

Um solche Beschreibungen zu gewährleisten und Bilder ordnungsgemäß in die übertragenen HTML-Dokumente einzubinden, gibt es drei unterschiedliche Möglichkeiten in Markdown. Diese unterscheiden sich je nach Nutzen und Länge der dem Bild zugewiesenen Beschreibung. Die Dateienstruktur bei der AGSBS berücksichtigt dabei, dass längere Beschreibungen in einer zusätzlichen HTML-Datei ausgelagert werden. Dies erleichtert die Navigation mithilfe des jeweils verwendeten Screenreaders des Lesers.

Kurze Beschreibungen können direkt innerhalb des für den Alternativtext vorgesehenen Feldes geschrieben werden. Diese sollten allerdings idealerweise eine gewisse Anzahl an Zeichen nicht übersteigen. Das Atom-Plugin erstellt ab einer Länge von 81 Zeichen automatisch eine ausgelagerte Bildbeschreibung. Dies sollte auch bei manueller Erstellung der Gradmesser sein, um die Ausgabe des alternativen Textes durch den Screenreader nicht unnötig zu verlängern.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
###Zwei Bilder mit Alternativtext

![Foto einer Pyramide](bilder/beispiel-pyramide.jpg)

![Foto einer Pyramide][Beispielfoto]

[Beispielfoto]: bilder/beispiel-pyramide.jpg

###Ausgelagerte Bildbeschreibung

[![Bildbeschreibung ausgelagert](bilder/beispiel-pyramide.jpg)](bilder.html#beispiel-pyramide)
Bilder-Markdown-Beispiel.jpg

Im ersten Fall wird das Bild, dessen Alternativtext innerhalb der eckigen Klammern steht, direkt von dem in den runden Klammern befindlichen Pfad ausgelesen (Der Kürze wegen wurde der Zusatz "ägyptische" weggelassen). Im Falle der Dateistruktur bei der AGSBS ist dies ein Ordner, der sich auf derselben Ebene befindet, wie die Markdown- und HTML-Datei, die für das jeweilige Kapitel vorgesehen sind. In diesem Ordner werden Grafiken gespeichert, die ausgelesen werden sollen. Der zweite Fall verschiebt den Pfad in eine Referenz, die innerhalb der zweiten eckigen Klammern steht. Die Referenz kann dabei an jeder Stelle des Markdown-Dokuments stehen und beinhaltet denselben Pfad, wie die runden Klammer im vorherigen Beispiel.

Ausgelagerte Beschreibungen erhalten eine zusätzliche Verlinkung. So werden um den Code des ersten Beispiels zusätzliche, eckige Klammern hinzugefügt und anschließend in einem weiteren Paar runder Klammern eine Referenz gesetzt. Der erste Teil bilder.html bezieht sich dabei auf die zusätzliche Datei für Bildbeschreibungen, die auf derselben Ebene liegt wie die Dokumentendatei. Nach der Raute erscheint dann der Ankerpunkt der jeweiligen Beschreibungsüberschrift (hier: beispiel-pyramide). Dies ist die Überschrift innerhalb der Bildbeschreibungsdatei, unter der sich die passende Beschreibung des jeweiligen Bildes wiederfinden lässt. Sollte dieser Teil einen Fehler aufweisen, springt der Screenreader automatisch an den Anfang der bilder.html, anstatt auf die spezielle Bildbeschreibung.

Das zweite Beispiel mit dem Referenzpunkt lässt sich zudem nicht auslagern, weil hier zuerst die Referenz erkannt wird und der Link nicht ausgeführt werden kann.

Bilder als Inhalt von Zellen einer Tabelle

Es ist zusätzlich möglich, in Tabellen Bilder zu platzieren. Im Beispiel wurde eine Grid table genutzt, allerdings lassen sich auch problemlos die anderen Tabellenarten verwenden, sofern die Darstellungsregeln von Tabellen und Bildern eingehalten werden.


Markdown-Beispiel
+-------------------------------------------------------+--------------------------------------+-------------------------------------------------------------------------------------------------+
|Normal                                                 |Referenziert                          |Ausgelagert                                                                                      | 
+=======================================================+======================================+=================================================================================================+
|![Foto einer Pyramide](bilder/beispiel-pyramide.jpg)   |![Foto einer Pyramide][Beispielfoto]  |[![Bildbeschreibung ausgelagert](bilder/beispiel-pyramide.jpg)](bilder.html#beispiel-pyramide)   | 
+-------------------------------------------------------+--------------------------------------+-------------------------------------------------------------------------------------------------+

: Tabelle mit Bildern als *Grid table*

[Beispielfoto]: bilder/beispiel-pyramide.jpg
Darstellung nach Konvertierung Bilder-in-Tabelle-Markdown-Beispiel.jpg

Spezielle Formatierungen

Alleinstehende Zitate

In vielen Dokumenten und Fachbüchern werden Zitate gesondert vom Fließtext ausgelagert und stehen in einem gesonderten Absatz. Dieser wird durch die Markierung als Blockquote hervorgehoben. Diesen gesonderten Absatz erhält man, indem man ein > mit anschließendem Leerzeichen an den Anfang setzt. Visuell wird dieser Absatz dadurch eingerückt. Bei der AGSBS werden auf diese Weise nur Zitate konvertiert. Andere visuelle Einrückungen sind mit dem Blockquote nicht vorgesehen.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
Hier soll ein Zitat angezeigt werden:

> "Alea iacta est!"
Beispiel Blockquote.jpg

Links

Links wurden in gewisser Hinsicht bereits bei der Einbindung von Bildern besprochen, die einen Verweis auf die externe Bildbeschreibungsdatei benötigen. Diese werden durch einen Linktext innerhalb eckiger Klammern am Anfang sowie dem anschließendem Link innerhalb runder Klammern erzeugt. Zusätzlich kann ein Titel für den Link erschaffen werden, indem mit dem Abstand eines Leerzeichens der Titel in Anführungszeichen am Ende des Klammerninhalts gesetzt wird.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
[ELVIS](http://elvis.inf.tu-dresden.de "ELVIS") 
Beispiel Links.jpg

Quellcode

Eine spezielle Form der Textformatierung ist die Hervorhebung eines einzelnen Satzteils oder eines Absatzes in Form von spezieller Code-Darstellung. Dies ist vor allem bei technischen Inhalten sehr sinnvoll. Um einen Text oder ein Wort als Code zu formatieren, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Wird ein ganzer Absatz als Code benötigt, eignen sich vor allem Akzentzeichen ``` oder Tilden ~~ ~. Diese werden jeweils eine Zeile vor und eine Zeile nach dem Absatz, der als Code dargestellt werden soll gesetzt. Zudem ist es durch die Verwendung von vier Leerzeichen am Anfang möglich, eine komplette Zeile als Code darzustellen. Diese Leerzeichen müssen dann allerdings in jeder Zeile verwendet werden, weil der Code als eigener Absatz erkannt wird.

Wenn eines oder mehrere Worte sowie Silben innerhalb eines Absatzes als Code dargestellt werden sollen, verwendet man einzelne Akzente `. Diese folgen dann den Regeln der regulären Textformatierung mit * (siehe dazu auch Fett- und Kursivdarstellung).

Markdown-Beispiel
**Hier wird Code visualisiert**

```
Codebeispiel als eigenständiger Absatz
    Hier sind dann auch Leerzeichen denkbar
Sowie Sonderzeichen wie $ oder *, die anderweitig in Markdown Verwendung finden.
```

~~~
Code ist allerdings auch mit Tilden als
eigenständiger Absatz möglich
~~~

In diesem Absatz finden sich nun einzelne `Code`-Beispiele. So werden hier nur ein`zelne` Silben als Code deklariert. Und hier `mehrere Worte auf einmal`. 

    Außerdem lässt sich eine Zeile durch einen Abstand von vier Leerzeichen zu Beginn als Code darstellen.
Darstellung nach Konvertierung Beispiel Code.jpg

Zusätzlich ist es mit Markdown möglich ein Syntax Highlighting darzustellen. Diese werden bei einem durch Akzente formatierten Absatz ermöglicht, indem man auf der einen Seite die jeweilige Sprache nach den Akzenten angibt und auf der anderen Seite selbstverständlich den Code innerhalb des Absatzes korrekt formuliert.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
**Syntax Highlighting**

```javascript
var s = "JavaScript syntax highlighting";
alert(s);
```
 
```python
s = "Python syntax highlighting"
print s
```
Beispiel Code-Highlighting.jpg

Sonderzeichen und Formeln

Im Grunde genommen unterstützt Markdown bzw. Matuc eine große Bandbreite an Sonderzeichen, die auch großteils durch diverse Screenreader gelesen werden können. Hierbei sind es vor allem all die Zeichen, die direkt von der Tastatur oder anhand eines Tastaturkürzels eingegeben werden können. Es kann allerdings durchaus vorkommen, dass ein Zeichen verwendet werden muss, welches innerhalb von Markdown eine Funktion besitzt. Es kann allerdings durchaus vorkommen, dass ein solches Zeichen Fehler bei der Konvertierung wirft und somit die weitere Bearbeitung verhindert. Zur Sicherheit sollte man daher alle Sonderzeichen, die normalerweise von der Markdown-Syntax verwendet werden, mit einem \ maskiert werden.


Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
**Maskierung**

Um ein Zeichen wie bspw. \* zu maskieren, wird ein \\ verwendet.
Beispiel Maskierung.jpg

Es gibt aber auch zahlreiche Sonderzeichen, die sich nicht auf normalem Wege darstellen lassen. Vor allem mathematische Symbole sind hier zu nennen, die unter Umständen nicht allzu leicht darzustellen sind. Um solche Symbole und Formeln darzustellen, nutzt man in Markdown den Einschub eines LaTeX-Codes, der durch Dollarzeichen markiert wird (siehe dazu auch Einblicke in LateX). Es wird dabei zwischen zwei unterschiedlichen Einbindungen unterschieden. Die Erste benutzt Formeln und Sonderzeichen als Teil eines Fließtextes. Hier werden dann einfache Dollarzeichen als Klammer verwendet, um in TeX die Befehle dazwischen zu schreiben. Dabei wird das generierte Bild, bei dem der TeX-Code als alternative Bildbeschreibung eingebunden wird, auf die Höhe der jeweiligen Zeile gestaucht. Das bedeutet im Umkehrschluss, raumfassende Formeln sind gerade für sehgeschädigte Leser unter Umständen unleserlich dargestellt. Man kann eine Anpassung der Grafik an den Inhalt des ausgegebenen TeX erzwingen, indem man doppelte Dollarzeichen verwendet. Hier baut allerdings das für die Konvertierung der LateX-Formeln verwendete MikTeX einen Abstand zur linken Seite in das Bild mit ein, der den Absatz visuell beeinträchtigt. Daher werden solche Formeln für einen eigenständigen Absatz genutzt.

Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
**Formeln**

$$f(x) = \sum\limits_1^k 4x - \frac{1}{x}$$

Innerhalb eines Absatz nutzt man $5-4\alpha$ Dollarzeichen.
Beispiel Formeln-mit-LateX.jpg

Fußnoten

Fußnoten innerhalb eines Textes verweisen oft auf abschweifende Gedankengänge und Exkurse, detaillierterer Erläuterung des jeweiligen Sachverhalts oder Quellenangaben. Diese werden üblicherweise innerhalb eines Textes als Zahl dargestellt (seltener auch als Symbol). Diese Zahl verweist dann auf den zusätzlichen Inhalt am Ende der Seite, des Kapitels oder des gesamten Dokuments. In Markdown wird an der Stelle der Fußnote ein Referenzpunkt gesetzt, der sich im gesamten, jeweiligen Markdowndokument am Ende der Seite oder der Datei wiederfinden lässt.

An der Stelle des Textes, wo die Fußnote auftritt, wird in eckige Klammern ein Dach sowie die jeweilige Ziffer der Fußnote gesetzt. Zusätzlich befindet sich der Fußnoteninhalt an einer anderen Stelle des Markdowndokuments, ebenfalls mit Referenz innerhalb der eckigen Klammern sowie dem Dach und der jeweiligen Ziffer, anschließend gefolgt von einem Doppelpunkt, einem Leerzeichen und dem eigentlichen Inhalt. Bei der Konvertierung ins HTML-Format wird dieser Fußnoteninhalt ans Ende des Dokuments gesetzt. Ein Link vom Fließtext führt dann direkt auf die Stelle in dem entstehenden Fußnoten-Abschnitt. Zusätzlich entsteht wegen Pandoc ein Backlink am Ende des Fußnoteninhalts, der den Leser zurück auf den Fließtext an exakt dieselbe Stelle führt, wo er diesen verlassen hat.


Markdown-Beispiel Darstellung nach Konvertierung
###Fußnoten

Dies ist ein Beispieltest mit Fußnoten[^1].\
Hier befinden sich die beiden Links zum Inhalt der jeweiligen[^2] Fußnoten.
Fußnote.png
[^1]: Diese Fußnote wird als erstes gesetzt und hat rechts einen Backlink.

[^2]: Dies ist die zweite Fußnote.
Fußnote Backlink.png

Man sollte allerdings bei Fußnoten immer beachten, dass bei der Konvertierung einer Datei der Referenzwert immer bei der Zahl 1 startet. Selbst wenn man beispielsweise eine Fußnote [^35] als erste Referenz innerhalb der jeweiligen Datei angibt, wird eine 1 angezeigt. Die Referenz innerhalb der eckigen Klammern gibt letzten Endes nur an, welche Fußnoten-Bestandteile zusammengehören. Das hat zur Folge, dass die Fußnoten-Nummerierung aus technischer Sicht leider nicht mit der Zitierfähigkeit bei der Umsetzung von Fachliteratur komplett zu vereinbaren ist. Gerade bei Fachliteratur, bei denen über das gesamte Dokument die Fußnoten-Zählweise über Kapitel hinweg fortgesetzt wird, wird aufgrund der Kapitelunterteilung innerhalb der AGSBS diese Regel außer Kraft gesetzt.

Inline-Fußnoten werden bei der AGSBS allerdings nicht unterstützt. Diese werden in Markdown entweder mit oder ohne Referenzwert geschrieben und anschließend mit dem Fußnoteninhalt in runden Klammern bedacht, z.B. Dieser Text hat Inline-Fußnoten[^foot](Mit dementsprechendem Text als Fußnoteninhalt.), die innerhalb des Textes geschrieben werden.

Horizontale Linien

In HTML wird eine horizontale Linie durch den Befehl <hr /> erzeugt. In Markdown hingegen gibt es mehrere Möglichkeiten, um eine horizontale Linie zu erschaffen. Solche Linien sind hilfreich, um sowohl optisch als auch akustisch (wird vom Screenreader erkannt und benannt) eine Trennung zwischen Abschnitten zu erzeugen. Linien werden entweder durch mind. drei Striche oder durch mind. drei Asteriske erzeugt, die entweder in einer Zeile ungetrennt aneinander gereiht sind oder durch ein Leerzeichen voneinander getrennt. Damit eine horizontale Linie erzeugt werden kann, muss die Zeile davor leer bleiben. Die Zeile danach darf bereits über den Text verfügen, der danach angezeigt werden soll.

Markdown-Beispiele
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Hilfsmittel für die Erstellung von Markdown

“Markdown In Ten Minutes” - Das Programm führt den Benutzer durch ein kurzes, interactives Tutorial. In diesem werden dem Nutzer erst die Grundlagen kurz und knapp dargestellt, danach folgt jeweils zu jedem Bereich eine kurze Aufgabe, die gelöst werden soll.

In diesen Browser-basierten Previews kann auf der linken Seite Markdown geschrieben werden, während rechts das Ergebnis in HTML angezeigt wird. Diese Funktion ist allerdings auch als Plugin im Atom Editor integriert.

In dieser Browser-basierten Anwendung kann online ein Textformat in ein anderes Format übertragen werden, so zum Beispiel von Markdown in MediaWiki und zurück.

Mit diesem Programm lassen sich leicht Markdown-Tabellen in Pipe Table-Form erstellen. Es lassen sich zudem auch CSV-Tabellen hochladen, um aus ihnen Pipe Tables zu erhalten.

--SRitter (Diskussion) 11:01, 15. Mär. 2018 (CET)